Artikel-Schlagworte: „Ferienprogramm“

Gewinner des Ferienstarters 2017 erhielten im Kloster Lüne ihren Preis: Eine Kindergeburtstagsfeier im Museum

Donnerstag, 10. August 2017

Ein Bericht von Silke Straatman

“Vier gewinnt” heißt das Gewinnspiel beim Ferienstarter der Lüneburger Museen, das seit drei Jahren am ersten Sonntag zu Beginn der Sommerferien die Familien zum Mitmachen auffordert. Wer sich in jedem der vier Lüneburger Museen (einschließlich Kloster Lüne) einen Stempel abholt, hat die Chance einen Museums-Kindergeburtstag zu gewinnen.
Die vier ausgelosten Gewinner-Kinder des diesjährigen Ferienstarters waren am 9. August 2017 zur Preisübergabe ins Kloster Lüne eingeladen.

Lana, 12 Jahre (Museums Lüneburg), Lovis, 6 Jahre (Ostpreußisches Landesmuseum), Leonie, 10 Jahre  (Deutsches Salzmuseum) und Naja, 4 Jahre ( nicht auf dem Foto, Kloster Lüne) freuen sich über ihren Preis.

Glückliche Gewinner-Kinder beim Ferienstarter 2017

Glückliche Gewinner-Kinder beim Ferienstarter 2017

Ferien im Museum — Bernstein-Entdeckertage im Ostpreußischen Landesmuseum

Freitag, 21. April 2017

Bericht von Silke Straatman


Unter dem Motto „Bernstein-Entdeckertage“ konnten interessierte Ferienkinder zwischen 8 und 12 Jahren in der Woche vor Ostern im Ostpreußischen Landesmuseum auf Entdeckungstour gehen.
Die Sonderausstellung „Bernstein – Goldenes Fenster zur Vorzeit“ (noch bis 7. Mai 2017) bietet hierfür faszinierende Einblicke in das Ökosystem eines „Bernsteinwaldes“, einen Lebensraum, der über 40 Millionen Jahre zurückliegt.

Bernstein-Entdeckertage im Ostpreußischen Landesmuseum

Bernstein-Entdeckertage im Ostpreußischen Landesmuseum

Bernstein gewährt Einsicht in eine ferne Vergangenheit. Im Harz, das ein subtropischer Baum vor 40 bis 50 Millionen Jahren in Nordeuropa abgab, finden sich häufig kleine Tiere und Pflanzenteile. Diese eingeschlossenen, gut erhaltenen Kleinlebewesen nennt man auch „Inklusen“. Sie zeugen von einem Leben längst vergangener Zeiten.

Welche Einschlüsse sind in dem Bernstein

Welche Einschlüsse sind in dem Bernstein

Das machte neugierig. Für die Bernstein-Quizfragen mussten die jungen Feriengäste schon genauer hinschauen. Aber die Kinder bewiesen Forscherdrang und wussten, wie man kniffelige Fragen lösen kann.
Jeder konnte sich einen eigenen Rohbernstein aussuchen. Mit ein paar Experimenten ließ sich herausfinden, ob der Bernstein wirklich echt ist.

Dann ging es an die Arbeit: Schleifen und Polieren. Aus einem verkrusteten bräunlichen Brocken wurde ein wunderschönes Schmuckstück, das unter dem Mikroskop auf „Inklusen“ untersucht wurde.

Schleifen des Rohbernsteins

Schleifen des Rohbernsteins

Am Ende waren alle richtige Bernstein-Experten geworden und konnten ihren wertvollen Talisman mit nach Hause nehmen.

Leo ist begeistert: Er hat eine Inkluse durchs Mikroskop entdeckt.

Leo ist begeistert: Er hat eine Inkluse durchs Mikroskop entdeckt.

Wer Lust bekommen hat, in den Ferien ins Ostpreußische Landesmuseum zu kommen, kann sich schon jetzt in den Sommerferien für die letzte Juliwoche (25. bis 28. Juli, täglich 13:30 bis 16:30 Uhr), einen Platz reservieren.
Dann heißt unser Motto: „Erlebte Geschichten künstlerisch gestalten – Wir entwerfen unser eigenes Ferientagebuch“

Sommerferienprogramm im Ostpreußischen Landesmuseum

Dienstag, 16. August 2016

Unter dem Motto „Ziegel erzählen vom Mittelalter”  konnten Ferienkinder zwischen 8 und 12 Jahren vom 27. Juni bis 1. Juli 2016 mit der Kamera auf Spurensuche durch die Hansestadt Lüneburg gehen

Das Ferienprogramm fand im im Rahmen der Sonderausstellung “Backsteinarchitektur im Ostseeraum” statt.

Der Taustein (Foto: Ella, 8 J.)

Eine Zeitreise ins Mittelalter erlebten die teilnehmenden Kinder bei dem Sommerferienprogramm im Ostpreußischen Landesmuseum. Mehrere Spaziergänge durch Lüneburg zeigten, dass die mittelalterliche Hansestadt zu diesem Thema einiges zu bieten hat. Die Spurensuche in und an alten Gebäuden und Häuserwänden war so spannend, dass Foto- und Handy-Kameras der Kinder voll waren mit Entdeckungen – und der Blick geschult für wunderbare Detailaufnahmen.

Foto zeigen

Gewölbekeller "Scharffsches Haus" (Foto: Ella, 8 J.)

Entdeckung des Löwen (Foto: Ella, 8 J.)

Bei dem Besuch der Lüneburger Nicolaikirche ging es weiter auf die Suche nach dem Besonderen: Teilweise kleine Dinge, die man auf den ersten Blick nicht unbedingt wahrnimmt wie Formsteine, Medaillons als Schlusssteine in der Gewölbedecke, Reliefs und Skultpuren wurden staunend bemerkt.

Blick auf Lüneburger Nicolaikirche (Foto: Beda, 8 J.)

Fensterornament Nicolaikirche (Foto: Beda, 8 J.)

Mit einem Suchspiel unter der Anleitung von Kirchenpädagogin Karin Aulike wurde es dann richtig interessant, denn hinter einigen Dingen verbergen sich wundersame Geschichten, die im Raum der Stille vorgetragen wurden.

SchlusssteinWo ist der Schlusstein_im_Gewölbe?

Besonders gut gelungen sind die Frottagen (Abriebe mit Papier und Stiften oder Kreiden) auf den hübsch ornamentierten Fußbodenkacheln.

Frottage

Eine Gewölbe mit Holzklötzen zu bauen erforderte zudem noch echtes Geschick.

Gewölbebauer

Am Ende dieser kurzweiligen Ferienwoche gab es eine anschauliche Präsentation der Ergebnisse für Eltern und Besucher, die im Rahmen der Sonderausstellung „Backsteinarchitektur im Ostseeraum“ (noch bis 28. August 2016) im Ostpreußischen Landesmuseum gezeigt wird.

Silke Straatman (Abteilungsleitung Bildung und Vermittlung)

Ferienstarter – Großer Familientag in den Lüneburger Museen

Dienstag, 2. August 2016

Sonntag, 26. Juni 2016 von 11 bis 17 Uhr


Dieser Aktionstag der vier Lüneburger Museen (Deutsches Salzmuseum, Museum Lüneburg, Ostpreußisches Landesmuseum und Kloster Lüne), der am ersten Ferien-Sonntag der Niedersächsischen Sommerferien stattfand, war ein voller Erfolg. Das Wetter hat mitgespielt, so dass viele Familien das Angebot gern wahrgenommen haben und per Fahrrad eine Lüneburger Museumstour starten und dabei auch noch an einem attraktiven Gewinnspiel teilnehmen konnten. Insgesamt waren ca. 200 Museumsbesucher unterwegs und haben die Chance genutzt, die Lüneburger Museen einmal anders kennenzulernen. Es lockten tolle Mitmach-Aktionen für die Kinder wie Filzen, Salzsieden, Bernsteinschleifen sowie Schreiben mit Feder und Tinte im Kloster-Skriptorium. Die Erwachsenen konnten derweil bei Kurzführungen die Museen kennenlernen. Ein prima Familienangebot, welches von den Teilnehmenden sehr gelobt wurde.

Bernsteinschleifen bei bestem Wetter vor dem Ostpreußischen Landesmuseum

Im Ostpreußischen Landesmuseum wurde Rohbernstein zu wunderschönen Schmuckstücken geschliffen. Das gefiel nicht nur den Kindern, auch die Eltern hatten viel Spaß daran. Bei Kurzführungen konnten sich die Erwachsenen zudem das Brauereimuseum anschauen, das direkt mit mit dem Ostpreußischen Landesmuseum verbunden ist.

Spannend für die ganze Familie

Ein toller Talisman

Wer sich in jedem Museum einen Stempel abgeholt hat, nahm an einem Gewinnspiel teil und konnte einen von vier  Gutscheinen für einen Kindergeburtstag seiner Wahl in einem der vier Museen gewinnen. Viele Kinder nahmen begeistert daran teil. Die glücklichen Gewinner  sind: Tilmann H.  7 J. aus Lüneburg, Louis K.  9 J. aus Brietlingen, Lotta W. 7 J. aus Adendorf und Pelle F.  6 J. aus Lüneburg. Die Preisverleihung fand im Kloster Lüne statt.

Die_gluecklichen_Gewinner

Silke Straatman (Abteilungsleitung Bildung und Vermittlung)

Zwischen Herbstferienprogramm und Schülerreise – Mein Praktikum im Ostpreußischen Landesmuseum

Donnerstag, 13. November 2014
Marie_Schrötke

Marie_Schrötke

Hallo,

ich bin Marie Schrötke und habe gerade zwei Monate Praktikum im Ostpreußischen Landesmuseum gemacht. Das Praktikum gehört zum Abschluss meines Studiums “Museum und Ausstellung” an der Universität Oldenburg.

Während der Praktikumszeit war ich in der Abteilung Bildung und Vermittlung und im Kulturreferat tätig. Für die Museumspädagogik habe ich an dem Konzept für Mitmach-Stationen in der neuen Dauerausstellung mitgearbeitet und einige Formate entwickelt. Das war eine sehr spannende Arbeit, weil ich meine eigenen Ideen einbringen konnte und in ganz neue Themen eingetaucht bin. So hatte ich mich beispielsweise mit der Jagd vorher noch nie beschäftigt. Zum Abschluss meiner Zeit im Museum gab es ein besonderes Highlight. Ich durfte zusammen mit einer Kollegin das Herbstferienprogramm „Farben und Formen“ für Kinder planen und auch leiten. Die Arbeit mit den kleinen Museumsbesuchern von 6 bis 12 Jahren hat mir viel Spaß gemacht.

Auch im Kulturreferat hatte ich vielseitige Aufgaben. Ich habe Pressemitteilungen geschrieben, recherchiert und Anfragen für Veranstaltungen verschickt. Außerdem habe ich interessante Orte für eine Schülerreise nach Ostpreußen gesucht und daraus ein Reiseprogramm erstellt. Schön war auch, dass ich eine Schulklasse bei ihrem Besuch in die Hamburger Kunsthalle begleiten durfte. Dort haben sich die Schülerinnen und Schüler mit dem berühmten ostpreußischen Maler Lovis Corinth beschäftigt.

Für mich war das Praktikum eine gute Erfahrung. Ich konnte mich ausprobieren und viel Neues lernen. Es waren zwei tolle Monate, in denen ich mich unter den freundlichen und hilfsbereiten Museumsmitarbeitern sehr wohl gefühlt habe. Jetzt bin ich gespannt auf die neue Dauerausstellung und ob ich von meinen eigenen Ideen vielleicht einige wiederentdecken kann.

„LANDART“ – Osterferienprogramm 2014 des Ostpreußischen Landesmuseums

Freitag, 9. Mai 2014

Um künstlerische Arbeit mit und in der Natur ging es bei einem Workshop für Jugendliche während der Osterferien. Geplant im Museum und im Kurpark durchgeführt wurde das Oster-Ferienprogramm des Ostpreußischen Landesmuseums von Petra Vollmer.

Sinn der Arbeit war, sensibel zu werden für die natürliche Umgebung, die Eigenarten und Strukturen vor Ort wahrzunehmen und auf  behutsame Art zu kommentieren, sichtbar zu machen durch Hinzufügungen aus dem, was die Natur bietet.

Dabei entstanden kleine Kunstwerke auf Zeit:

Totholzspirale

Totholzspirale

Eine Spirale aus Totholz geflochten in die gewachsene Spindel lebender Äste eines grünenden Baums.

Totholzspirale

Windspiel

Oder eine Art Windspiel aufgespannt zwischen alten Buchen, bei dem hängende Äste im Wind gegeneinander schlagen.

Land-Art im Kurpark

Land-Art im Kurpark

Begonnen auch ein Spinnennetz zwischen Zweigen.

Hölzernes "Spinnennetz"

Hölzernes "Spinnennetz"

Wind und Wetter ausgesetzt werden die Kunstwerke mit der Zeit wieder verschwinden.

Das Vorgehen, bei dem Kunstwerke aus vergänglichem Material entstehen, im Rhythmus der Natur altern und schließlich verschwinden, entwickelten Künstler in den 1960er Jahren, um Kommerz und Spekulation mit Kunstwerken in Galerien und Museen zu entgehen. Das widerständige, auch politische Konzept wurde bekannt unter dem Namen „LandArt“.

Im Lüneburger Kurpark erregten die Werke der jungen „Landart-Künstler“ Aufsehen. Spaziergänger blieben stehen, waren neugierig, fragten nach. Eine Journalistin, die ihren Hund spazieren führte, war so begeistert, dass sie schnell ihre Kamera holte und einen Artikel darüber schrieb. Die Jugendlichen waren stolz und beeindruckt davon, wie viel Kunst die Natur zu bieten hat – und umgekehrt.

„Kunst und Meer – Aquarellmalerei in Blau“ Winterferienprogramm zur Sonderausstellung „Im Streit der Stile. Die Künstlerkolonie Nidden zwischen Impressionismus und Expressionismus“

Dienstag, 25. Februar 2014

Sarah Könke (Freie Mitarbeiterin in der Abteilung Bildung und Vermittlung des Ostpreußischen Landesmuseums)

Malen in Blau

Malen in Blau

Gleich zu Beginn des neuen Jahres lud das OL wieder einmal Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren zu einem spannenden, zweitägigen Ferienprogramm ein.

Diesmal stand alles unter dem Zeichen „Kunst und Meer. Aquarellmalerei in Blau“.

Gemeinsam hatten wir es uns zum Ziel gesetzt, die Bilder der Sonderausstellung „Im Streit der Stile. Die Künstlerkolonie Nidden zwischen Impressionismus und Expressionismus“ genau zu erforschen und die Stilrichtungen des Impressionismus und Expressionismus besser kennenzulernen, zu verstehen und vor allem selbst auszuprobieren.

In diesem Sinne starteten wir am ersten Tag des Ferienprogramms, nach einer kurzen theoretischen Einführung, in der wir die malerischen Merkmale der beiden Stilrichtungen kennenlernten, mit einem kniffeligen Suchspiel, welches den rund 18 teilnehmenden Kindern dabei helfen sollte, sich der Ausstellung auf spielerische Art und Weise zu nähern und einen ersten Blick auf die Werke zu werfen.

Es folgte ein Spiel, bei dem jedes Kind eine „Gefühlskarte“, auf der eine Emotion wie „Wut“, „Glück“, „Einsamkeit“ vermerkt war, zog und anschließend ein Bild innerhalb der Ausstellung suchte, welches zu diesem Gefühl passen könnte. Alle waren überrascht, wie vielfältig die Empfindungen waren, die einige Werke auslösten.

Inspiriert von dieser Entdeckung machten wir uns dann an die praktische Arbeit. Mit drei unterschiedlichen Maltechniken, Aquarellfarben, Jaxon-Kreiden und Acrylfarben ging es nun ans Experimentieren, welcher Stimmung mit welcher Technik gestalterisch Ausdruck verliehen werden könnte. So entstanden zum Beispiel wütende, stürmische Meeresdarstellungen mit Jaxon-Kreide, sowie romantisch verträumte Sonnenaufgänge in sanften Aquarellfarben.

Auch am zweiten Tag des Ferienprogramms stiegen wir direkt wieder in die praktische Arbeit ein und versuchten uns weiter daran, den impressionistischen und den expressionistischen Malstil mithilfe verschiedener Techniken nachzuempfinden. Auch an diesem Tag entstanden wieder viele tolle Ergebnisse.

Die Kunstwerke werden präsentiert

Die Kunstwerke werden präsentiert

Den krönenden Abschluss unseres Ferienprogramms bildete schließlich eine eigene kleine Ausstellung, in der alle Werke der Kinder noch einmal an großen Stellwänden präsentiert wurden. Mit Saft, Keksen und Knabbereien machten wir es uns bequem und tauschten uns noch einmal über die entstandenen Werke und ihre Parallelen zum Impressionismus und Expressionismus aus. Für die stolzen Kinder und ihre später eintreffenden Eltern ein gelungener Abschluss

Eduard Bischoff und Ten Little Fingers

Montag, 16. April 2012

“Which colours do you see?“ war wohl die am häufigsten gestellte Frage des Osterferienprogramms: Kunterbuntes Englisch und farbenfrohe Kunst für Kinder. Die Idee hinter dem viertägigen Programm war, in den acht- bis vierzehnjährigen Gästen spielerisch ein Gespür und Interesse für Kunst zu wecken – in diesem Fall besonders für die Kunst von Eduard Bischoff, denn das Programm war eng mit der derzeitigen Ausstellung „Ich übertrage das Gefühl“ – Der ostpreußische Maler Eduard Bischoff (1890-1974) verknüpft.

"Which colours do you see?"

Und so war eine zweisprachige Besprechung der Gemälde (Warum benutzt Bischoff in seinem Norwegen-Bild kalte Farben? Wie unterscheidet sich der Stil seiner frühen Werke von dem der späteren?) ein ebenso fester Bestandteil jeden Tages wie Bewegungsspiele und die Lieder Hello and Welcome, If you’re happy and you know it und Ten Little Fingers.

Osterferienkinder bei kritischer Bildbetrachtung!

Diese zehn kleinen Finger waren dann im Kreativteil selbst gefordert: inspiriert von der Ausstellung, erprobten die Kinder verschiedene Techniken von Nass-in-Nass-Aquarellmalerei bis (bei Andy Warhol angelehnten) Selbstporträts in Acrylfarbe. Und zwischen Farbkreisen, dem täglichen Stimmungsbarometer und abschließendem Muffinbacken war auch noch reichlich Zeit, unter Künstlerkollegen einige neue Freundschaften zu schließen.

Farbige Selbstportraits in Acryl

Caroline Borowski