Archiv für Mai 2013

Dienstreisen bilden

Dienstag, 21. Mai 2013

Reisebericht von Dr. Eike Eckert

Nach Abschluss der Ausstellung „Glanz und Elend“ machte ich mich mit meinem Kollegen Dr. Hinkelmann am 30.4. auf eine Dienstreise nach Estland, um die Leihgaben in die dortigen Museen und Archive zurückzubringen.

Unser Transporter im Schiffsbauch

Unser Transporter im Schiffsbauch

Mitsamt Museums-Transporter ging es bei  herrlichem Frühlingswetter über die Ostsee: Von Travemünde vorbei an Bornholm und Gotland zunächst nach Helsinki und weiter nach Tallinn.

Die Hafenausfahrt von Tallin

Der Hafen von Tallinn

Angekommen in Estland steuerten wir zunächst die Universitätsstadt Tartu/Dorpat  an– übrigens die Partnerstadt von Lüneburg. Sie liegt ca. 2 Autostunden von der Hauptstadt Tallinn/Reval entfernt. Der Frühling hatte sich in Estland noch nicht recht einstellen wollen, spektakulär waren jedoch  die vielen Störche in ihren Nestern am Streckenrand.

Karl Ernst von Baer, deutsch-baltischer Naturforscher, gilt als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler des 19. Jahrhunderts.

Durch den Feiertag blieb uns Zeit für einen Spaziergang durch die alte Hansestadt, vorbei am Denkmal des großen Naturforschers Karl Ernst von Baer. Im Anschluss besichtigten wir das Universitätsmuseum im alten Dom. Am nächsten Tag wurden wir kurz nach der Öffnung im Estnischen Nationalmuseum vorstellig, wo wir die volkskunstlichen estnischen Exponate bei der Kollegin Riina Reinvelt ablieferten.

Im Estnischen Nationalmuseum: Dr. Eike Eckert und Reinvelt

Im Estnischen Nationalmuseum: Dr. E. Eckert und R. Reinvelt

Nach einem weiteren Stopp im Estnischen Nationalarchiv ging es zurück nach Tallinn, wo wir sogleich unsere Hauptleihgeber im Kunstimuuseum (Kumu) aufsuchten. Das moderne Museum – 2008 zum europäischen Museum des Jahres ernannt – steht inmitten von repräsentativen Regierungsgebäuden im Kadriorg-Park. Nach Erledigung der Formalitäten kamen wir in den Genuss  einer Führung durch das Haus. Die vielfältige Sammlung beeindruckte und ein wenig neidisch nahmen wir die riesigen Depoträume wahr, über die das Haus verfügt.

Schon mal ein Museums-Magazin gesehen? So schaut es im Kumu aus. Es ist das größte und modernste Kunstmuseum im Baltikum.

Schon mal ein Museums-Magazin gesehen? So schaut es im Kumu aus. Es ist das größte und modernste Kunstmuseum im Baltikum.

Weiter ging es mit unserem Transporter durch die engen Gassen der Altstadt, wo wir das Estnische Historische Museum in der Großen Gildehalle als letzten Leihgeber aufsuchten. Dr. Liibek, der Leiter des Museums, nahm die Exponate entgegen und erörterte mit mir zukünftige Kooperationsmöglichkeiten seines Hauses mit der deutschbaltischen Museumsabteilung im Ostpreußischen Landesmuseum.

Im Mittelalter trafen sich die reichen Kaufleute der Hansestadt in der „Großen Gilde“ - heute befindet sich hier das Estnische Historische Museum

Im Mittelalter trafen sich die reichen Kaufleute der Hansestadt in der „Großen Gilde“ - heute befindet sich hier das Estnische Historische Museum

Während ich nach der Rückgabe die anregende und übersichtliche Ausstellung zur estnischen Geschichte und der Geschichte der hansischen Kaufmannschaft näher begutachte, zog es Dr. Hinkelmann in das naturkundliche Museum. Den Abschluss bildete ein Spaziergang durch die Anfang Mai bereits mit vielen Touristen bevölkerte Altstadt. Zurück nach Lüneburg ging es auf demselben Seeweg über die Ostsee.

Dr. C. Hinkelmann mit Reiselektüre während der Fährfahrt

Dr. C. Hinkelmann mit Reiselektüre während der Fährfahrt

Vor dem Fährwechsel in Finnland hatten wir sogar noch die Gelegenheit für einen Spaziergang an der sonnigen Uferpromenade Helsinkis.

Staunen, Lauschen, Kreativ sein: Der Internationaler Museumstag am 12. Mai 2013 im OL

Donnerstag, 16. Mai 2013

„Der Elch ist der neue Wolf“ lautete jüngst eine Schlagzeile in den Medien. Uns als Ostpreußisches Landesmuseum freut es natürlich sehr, dass der Elch heute wieder regelmäßiger in Deutschland zu sehen ist und vielleicht auch hier bleiben möchte.

Nicht nur Elche in der freien Natur faszinieren, sondern auch die in unserem Dioramenbereich. Gleich in der Eingangshalle begrüßen sie die Besucher des Museums aus dem Elchwald heraus.

Die Elche faszinieren die Besucher

Am internationalen Museumstag waren unsere beiden Elche gleich dreimal im Mittelpunkt. Sowohl bei der Highlightführung durch die Dauerausstellung durften sie nicht fehlen, als auch bei den Kinderführungen am Nachmittag. Drei Jungs vom Museums-Kinderclub hatten sich bei dem Programmpunkt „Kinder führen Kinder“ dieses schöne und prächtige Tier als Lieblingsobjekt in der Ausstellung ausgesucht und es anderen Kindern und Besuchern am Internationalen Museumstag mehrfach vorgestellt.

Auch die Kinder vom Museumskinderclub überzeugten

Auch die Kinder vom Museumskinderclub überzeugten

So zeigte sich, dass nicht nur „alte Hasen“ professionell und interessierend durch die Ausstellung führen können, sondern auch die Jüngsten. Über Elch, Jagd, Bernstein, Fischotter Ingo, Pferde sowie Königin Luise und Napoleon konnte man aus Kinderaugen alle Etagen des Museums entdecken.

Fischotter Ingo ist bei allen Kindern beliebt. Zum Internationalen Museumstag erfuhren die Besucher auch etwas über die Lebesweise des Tieres.

Fischotter Ingo ist bei allen Kindern beliebt. Zum Internationalen Museumstag erfuhren die Besucher auch etwas über die Lebesweise des Tieres.

Es war ein wirklich angenehmer und spannender Tag mit einigen weiteren Höhepunkten. Auch neue und junge Gesichter nutzen den Internationalem Museumstag mit freiem Eintritt, um einmal ins OL reinzuschnuppern – und viele Mütter bekamen am letzten Sonntag, der auch gleichzeitig Muttertag war,  eine kleine Papierrose als Dankeschön. Wir Danken unserem Team von der „Kreativ-Werkstatt“ und allen Mitarbeitern des Hauses, die mit Spaß und Elan dabei waren.

Eine Rose zum Muttertag - gebastelt in der Kreativ-Werkstatt

Eine Rose zum Muttertag - gebastelt in der Kreativ-Werkstatt