Kinderclub im Ostpreußischen Landesmuseum

6. Dezember 2011

Ein Praktikumsbericht von Zohra Koudri aus Algerien

Erst ein Mal soll ich sagen, dass mein Lehrer Herr Holger Ina vom Bildungszentrum Lüneburg und ich, die Praktikumsstelle im Internet gesucht  und per Telefon einen Termin mit der Museumspädagogin Frau Silke Straatman arrangiert haben. Natürlich die Idee, ein Praktikum in einem großen Museum wie dem Ostpreußischen Landesmuseum zu machen war toll, besonders in der Abteilung, die mich interessiert: Museumspädagogik, denn die hat viel zu tun mit meinem Studium und meinem erlernten Beruf als Lehrerin.

Also, zum Glück wurde ich von dem Museum angenommen. Meine Aufgabe war es, ein Projekt für den Museumskinderclub zu realisieren. Das war eine Präsentation über das Thema Religionen und Rituale: Taufe und Namengebung  in verschiedenen Religionen wie Christentum (Katholisch-, Evangelisch-, Orthodoxe Kirche), Judentum, Islam, Jesidentum. Jesidentum  deshalb, weil es im Kinderclub einige kurdische Kinder gibt, die Jesidischen Glaubens sind.

Genau waren meine Tätigkeiten: Informationen und die Erklärungen zu recherchieren, lesen, selektieren, resümieren, tippen und den Bericht so einfach zu machen, damit die Kinder es verstehen können. Auch sollte ich Fotos  suchen und scannen, die mit dem Thema, besonders mit jedem Religion zu tun haben. Mit großem Interesse habe ich mich in das Thema eingearbeitet mit Büchern, Wörterbuch, Computer, Internet, Scanner und natürlich mit der Orientierungshilfe von der Abteilungsleiterin eine Powerpoint-Präsentation zusammengestellt. Als meine Recherche, scannen und tippen in eine Powerpoint-Präsentation fertig war, bereitete mein Team, die Abteilungs-Leiterin, meine Kollegin Frau Eveline Hofer und ich, die Präsentation mit dem Beamer zur Probe vor.

Licht und Taufe

Die Idee war, das Thema durch Hand-Puppentheater für die Kinder zu präsentieren, damit  das Inhalt “Namensgebung im verschiedenen Religionen als Kultur Vergleich” attraktiv und lustig, für unser kleinen Schüler wird, ganz im Sinne von Shakespeare: “Gib mir ein Theater und ich gebe dir ein kultiviertes Volk”. In der Tat, nicht nur die Kinder waren begeistert und hatten viel Spaß, auch die Erwachsenen waren fasziniert.

Puppenspiel: Linnea und Esmeralda sprechen mit den Kindern über Gemeinsamkeiten der Religionen

Die Kinder des Museumskinderklubs sind nicht alle gleichen Alters, deswegen merkte man dass die Kleineren mit 5 bis 7 Jahren, weniger aufmerksam waren als die Älteren mit 8 bis 13 Jahren. Aber sicher, alle Kinder und Erwachsenen die dabei waren, haben einen interessanten Nachmittag mit den neuen und unterschiedlichen Kulturen erlebt.

Süßspeise aus Algerien

Die Kinder stellten viele Fragen. Die Antworten wurden manchmal von mir oder auch von den Kindern selbst gegeben. Danach haben die Kinder im praktischen Teil Kerzen mit Wachsplatten und Kerzenstiften bunt verziert und konnten so ihre Gefühle auszudrücken und sinnlich umsetzen.

Kerzen basteln

Persönlich bin ich sehr zufrieden mit meiner Praktikumserfahrung, weil es meine Hoffnungen erfüllt hat: Ich habe durch das Museumsprojekt  etwas Neues über andere Kulturen (Siehe: Thema und Sprache) gelernt, sogar über meine  eigene Kultur.

Die Stimmung bei meinem Praktikum war gut, nicht nur bei der Museumspädagogik,  sondern alle Leute im Ostpreußischen Landmuseum waren freundlich, ermutigend und kultiviert. Das Praktikum in einem Museum erlaubte mir, mich noch mehr über andere Kulturen und andere Geschichte zu informieren, nicht zu vergessen was man noch mit den Kindern, während den Aktivitäten und Kommunikation z.B. Pädagogik, Geduld, Sozialverhaltung lernen kann; dazu entdeckt man sich selbst.

Auch hatte ich die Chance, bei einer andern Museumspädagogische Aktion “Ein Koffer voll Erinnerungen” im Museum zu hospitieren.  Ich konnte  die Stadtbücherei besuchen, mit deutschen Mitarbeitern kommunizieren und das Vokabular der Deutschen Verwaltung hören. Auch war es interessant zu sehen, wie das Leben in einem Museum läuft.  Z.B wusste ich vorher nicht, dass die Temperatur in einem Museum unten bleiben soll, damit die Gemälde und andere Exponate – die einzigartigen zeugen die Vergangenheit – keinen Schaden nehmen.

Prof. Bazon Brock (Künstler und Kunsttheoretiker) sagt: “In den Museen lernt man die Antworten auf diese Fragen von Generationen ehemals Lebender kennen. Im Museum lernt man, die eigenen Zukunftserwartungen – Hoffnungen und Befürchtungen – zu beurteilen”. Als neue Praktikantin und besonders als Emigrantin gewinnt man  die Motivation, um sich in der deutschen Gesellschaft zu integrieren.  Also tatsachlich, die Betreuung, Zusammenarbeit und Atmosphäre während des Praktikums gefiel mir sehr.
Zohra Koudri
Lüneburg, 30.11.2011

Studienfahrt nach Polen

15. November 2011

Auf der Marienburg

Vom 29. September bis zum 8. Oktober fuhren 13 Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Raabe-Schule (gemeinsam mit Frau Seemann und Herrn Hörig sowie Frau Kern, der  Kulturreferentin des Ostpreußischen Landesmuseums) für zehn Tage nach Polen, um dort „Auf der Suche nach der Ortsidentität“ die ehemaligen deutschen Ostgebiete zu besuchen. In Greifswald schloss sich uns eine Gruppe von Schülern der Greifswalder Ernst-Moritz-Arndt-Schule an (ebenfalls mit Lehrerin und Kulturreferentin). Ein paar Eindrücke von dieser abwechslungsvollen, lehrreichen, unterhaltsamen Fahrt sollen folgen.

Mit den polnischen Schülern in Nikolaiken

In Steinort

Nach mehreren Vorbereitungstreffen fuhren wir am Donnerstagmorgen um sieben Uhr am Busparkplatz auf den Sülzwiesen ab. Unser Busfahrer Georg begleitete uns über die ganzen zehn Tage und war damit – neben der eigentlichen Reisegruppe natürlich – eine der wenigen Konstanten in dieser Zeit: Immerhin übernachteten wir innerhalb von anderthalb Wochen in acht verschiedenen Unterkünften, sodass wir zwischendurch selbst durcheinander kamen, welche Orte wir jetzt wann besucht hatten. Am Ende der Fahrt sollte einerseits das Gefühl bleiben, außergewöhnlich viel erlebt zu haben, wodurch einem einzelne Erinnerungen teils lange zurückliegend erschienen, andererseits kam uns die Fahrt dennoch kurz vor – wir hätten problemlos noch eine Woche „da drüben“ bleiben können. Das ist auch kein Wunder, wenn man sich die vielen sehenswerten Orte im Norden Polens anschaut, zumal es eine Region ist, in die man sonst eher selten kommt: Begonnen in Stettin (Luftschutzbunker, Alltag im Zweiten Weltkrieg) und Danzig (eine wunderschöne wiederaufgebaute Innenstadt, Ausstellung zum Thema Solidarnośc), über Marienburg (Deutscher Orden im Mittelalter) und Galkowen (ein 150-Seelen-Dorf in Masuren mit einer Ausstellung zu Marion Gräfin Dönhoff), bis zur Wolfsschanze („Führerhauptquartier” im Zweiten Weltkrieg) und nach Thorn (Nikolaus Kopernikus) – überall konnte man Neues entdecken und sein geschichtliches Wissen vertiefen.

Westerplatte

Das eigentliche „Studieren” war aber nur ein Aspekt der Studienreise: Daneben sollten wir auch die polnische Kultur kennenlernen, wozu unter anderem ein Treffen mit Schülern eines Lyzeums in Nikolaiken gehörte. Außerdem aßen wir zu Mittag immer eine typisch polnische Mahlzeit, was bedeutete, dass es grundsätzlich eine Suppe als Vorspeise gab – ein Höhepunkt war in dieser Hinischt das Restaurant in Stettin, wo die Suppe statt in einem Teller in einem ausgehöhlten Brotlaib serviert wurde, den wir auch aufessen konnten. Als Hauptspeise konnten wir zwischen einem vegetarischen und einem fleischhaltigen Gericht wählen, zum Durstlöschen standen meist Orangensaft oder Wasser in Glaskrügen auf dem Tisch. Wir frühstückten immer in der Unterkunft, wo es oft ein reichhaltiges Buffet gab. Überhaupt fühlten wir uns in den Quartieren insgesamt wohl. Ansonsten war es interessant zu sehen, dass die Polen zwar viel englischsprachige Musik hören (mehrmals wurden in den Restaurants im Hintergrund Songs von Phil Collins gespielt), es aber nirgendwo ausländische Zeitungen oder Magazine zu kaufen gab. Die Speisekarte hingegen war in den größeren Städten fast immer zwei-, manchmal sogar dreisprachig gehalten.

Schifffahrt auf dem Spirdingsee

Was bleibt von der Studienfahrt? Erstens war es sehr interessant – das Wort ist dafür viel zu schwach –, mehr über unser östliches Nachbarland zu erfahren, über seine Geschichte und über seine Kultur (auch wenn wir – Schande über uns – nur zwei, drei polnische Vokabeln regelmäßig benutzt haben: Dzién dobry! – Guten Tag, dziękuje – danke und proszę – bitte). Zweitens gab es wirklich herrliche Orte: zum Fotografieren, zum Nachdenken oder zum Ausruhen. Und drittens, was ich auch als sehr wichtig empfand, damit die Studienfahrt zu einer herausragenden Veranstaltung wurde, war die Reisegruppe einfach großartig. Obwohl wir Raabe-Schüler aus vier verschiedenen zehnten Klassen kamen und uns vorher teilweise nur vom Sehen kannten, hatten wir keine Probleme miteinander und konnten uns richtig anfreunden. Insgesamt also eine wirklich wunderbare, vielfältige, grandiose Fahrt.

Freundschaftsspiel in Nikolaiken

Anmerkung: Im Text sind immer die deutschen Ortsnamen benutzt, da wir die polnischen Bezeichnungen so gut wie nie verwendet haben.

Vor dem Gasthaus in Galkowo

Christoph Reese, Klasse 10a

On the steps of Nicolas Copernicus

15. November 2011

Mit Nicolaus Copernicus in Allenstein/Olzstyn

It was the second time we were part of a study journey through Poland. The journey stood under the topic of “On the steps of Nicolas Copernicus”.

More than last year, we have realized how sensitive visiting today’s Poland is for our fellow German participants: they have strong roots with Eastern Prussia and other regions that had once belonged to Germany. We have felt the pain and sorrow of those who had to leave their homes and places where they were born without having the possibility of returning for many years.

Accommodation: as usual, the hotels were of an acceptable quality with a special mention of the Hotel Radisson Blu in Warsaw which is of a very high International level

Transport: our driver – Gregor Kusiak – was the same as last year and we appreciated his kindness and the services of coffee and ‘Würstchen’ he provided during the mandatory pauses. As a driver myself, I admired his capacity to maneuver his huge bus in very confined location, while remaining extremely cautious in all occasions.

Unser Busfahrer Gregor Kusiak

Doctor Hamel: my wife and I are not specially acquainted with astronomy, so thanks to Doctor Hamel, we have discovered many aspects of this science which were unknown to us. His encyclopedic knowledge of everything related to space, stars, planets, astronomy and even astrology, allowed us to get clear answers to our naïve questions we put forward. To temper the monotony of a long distance trip between stops, he would address a specific subject and answer questions. On a more personal note, we have learnt that Doctor Hamel had a very innocent hobby which was to discover paintings or statues of sand-glasses in churches.  Sand-glasses depicted with or without wings are symbols of the time which passes. Sometimes one can find the personified Death (Knochenmann) with his scythe, too. Most of the time those symbols are stressed with the presence of a skull. All these adornments tend to remind mankind of its mortal condition.

Frauenburg

And I must admit that his ‘addiction’ is contagious since we are systematically looking for sand-glasses every time we visit churches after we left Lüneburg.

Poland: our first visit to this country was in 1986 and I must say that Poles have done tremendous efforts to modernize their country. Today it is very difficult to see any difference between Polish towns and any town in Western Europe in terms of modernity. Streets are clean, taxis are frequent and cheap, road surfaces are excellent, people are well dressed and cars are the same as ours. After travelling more than 2000 kilometers on Polish roads, one could only regret that there are not more motorways linking large towns. We have heard of a project to extend some of the existing motorways through private companies at the occasion of the next European Football championship together with Ukraine. This will imply toll payment for the vehicles using them.

Nicolas Copernicus: Copernicus is a brilliant scholar of the 15th century and belongs to the entire mankind like other scientists like Albert Einstein, Alexander Fleming or Marie Sklodowska-Curie. Their geniuses have no nationality. Thanks to Doctor Hamel, we have realized that this man was able to figure out the movement of the Earth around the Sun in opposition to the belief promoted by the Church. This was done without any real scientific instrument, just by pure reasoning and eye observation. Contrary to other scientists Copernicus was smart enough avoiding any kind of argumentation with the Church authorities who would have put him into difficulties and eventually an end to his astronomy research.

Frauenburg

Dr. Hamel never got tired in commenting Copernicus’ comprehensive studies. Whenever lecturing, either during our evening conversations or on the bus, his descriptions of scientific matters were put forward as simple as possible for a non expert audience.  Thanks to his steady explanations we are now much more knowledgeable on stars, shooting stars, black holes, dark matter, supernovae, nebulae, galaxies, asteroids, comets and such a difficult subject as parallax!

The guides: in each town we had the pleasure to make a tour of the city accompanied by a local guide. Just let me quote two particular experiences:

- We had been especially lucky with the tours offered at the Observatory of Thorn. As the initial guide was not available Mrs. Kern was able to obtain a replacement by no less than the director of the Observatory himself. So his visit was in English and Doctor Hamel was translating into German. Indeed who would have been more appropriate than the director himself?  I am sure that the quality of the visit was certainly superior to what it would have been had with any other normal guide.

- We were shown beautiful Krakau by the young lady Joanna. She was such a knowledgeable person and in addition had a perfect level of German. She guided us through the old town and castle and eventually the tour ended up in the Jewish quarter of Kazimierz. Joanna was brilliant and did her utmost to fill us in with cultural information:  Polish History, art, literature and Jewish culture.

The group: My wife and I are really grateful for the way people from the group were so nice with us. I must also insist on the punctuality that everyone displayed at every occasion and we never had to wait before leaving the hotel for a visit or for the travel to the next stop over.

Food: Mrs. Kern organized a number of dinners in town which distracted us from the usual international cuisine you find in hotels. In Thorn, for example we had a dinner in a very nice restaurant where we had a large room for us alone. In the next room, a pianist played some old French songs and American standards: the ambiance, the food, the music was really fantastic. The most remarkable occasion was a restaurant of the Jewish district of Krakau where we enjoyed not only the typical food but also the performance of three talented artists playing music from the Jewish folklore. At the Radisson Blu hotel in Warsaw, we also had a very nice dinner in a dining room for us alone with waiters just taking care of offering us with a glass of Sekt to begin with.

Being French of course means…. that we are hungry at noon and that we like to sit down and have a warm lunch. So every time when being on our own, we went out looking for local restaurants and local food. Our search for food was mixed with expectation and fear: fear not to be able to read the menu, because our Polish needs still SOME improvements. But French are courageous when food is concerned and needed.  Therefore we ventured into many small restaurants and were lucky. We loved the different krauts, Bigos and Pierogi and last not least cheese pancakes. At the end of the trip we became experts and for sure we look forward to a new journey to Poland in a near future.

Organization: As usual, the organization was perfect. Mrs. Kern showed her ability to improvise a constructive solution each time she faced the inconvenience of defecting guides or any other problem. The whole trip had been well thought in advance, taking care of limiting the time it took the bus to reach the next stop and the distance between towns were adjusted accordingly.  The fact that Mrs. Kern is able to deal with Poles in their own language is certainly a major asset.

Conclusion: My wife and I enjoyed this trip through Poland very much. The ambiance in the group was excellent, everybody talked to everybody; nobody was left alone. The visit of gorgeous places combined with the extended explanations given by Doctor Hamel on any scientific aspect of our trip was a tremendous benefit for each of us.

So again we are in the starting blocks for new adventures. As we know we will be heading for Berlin.

In der Salzmine von Wieliczka

Patrice de Laminne

Besuch der niedersächsischen Kulturministerin, Frau Prof. Wanka, am 7.9.2011

30. Oktober 2011

Ministerin Wanka, Eckart Pols MdB

Das Ostpreußische Landesmuseum wird instiutionell von Bund und dem Land Niedersachsen gefördert. Nach dem Besuch von Staatsminister Bernd Neumann im März dieses Jahres erfreute sich das Ostpreußische Landesmuseum daher des erneuten hohen Besuches eines für seine Finanzierung zuständigen Ministers. Frau Ministerin Wanka folgte dabei einer Einladung des lokalen Bundestagsabgeordneten Eckart Pols (CDU), der den Besuch mit Vertretern seiner Fraktionskollegen von Stadt und Kreis begleitete.

Begrüßung der Ministerin durch den Museumsleiter Joachim Mähnert

Auf einem Rundgang durch die Ausstellungsräume zeigte sich Frau Wanka gemeinsam mit ihrer zuständigen Abteilungsleiterin, Frau Dr. Annette  Schwandner, vom Reichtum und Vielfalt der Museumssammlung beeindruckt; die Professorin für Mathematik erwies sich dabei auch als äußerst kompetent in ostpreußischer Geschichte. Sicher dürfte die Gumbinner Herkunft ihrer Mutter hierfür wesentlich beigetragen haben.

Gespräch über das Ostpreußen von früher und seine Bedeutung für Deutschland und Europa heute

Auch wenn Frau Wanka sehr viel gute Laune, aber nur wenig Zeit für das Museum mitbrachte, hinterließ sie eine wichtige Botschaft: Niedersachsen steht hinter der vorgesehenen Erweiterung des Museums und wird diese tatkräftig vorantreiben. Die niedersächsischen Mittel hierfür seien gesichert.

Museumsdirektor Joachim Mähnert und die anwesenden Vertreter der Ostpreußischen Kulturstiftung vernahmen diese Botschaft mit Freude.

Kurzbericht zum Malkurs „Experimentelle Blitzreise – für 10 Stunden mit dem Pinsel auf der Kurischen Nehrung

13. September 2011

26.3. – 27.3.2011 Begleitprogramm zur Ausstellung Ernst Mollenhauer, Malworkshop für Erwachsene

Bei der Arbeit

Bei der Arbeit

Am Samstag trafen sich 12 Teilnehmer zum Malworkshop im Ostpreußischen Landesmuseum. Die dort zurzeit laufende Ausstellung der Bilder Ernst Mollenhauers gaben den Anstoß zu diesem gelungen Workshop.
Wellen So begann die Kursleiterin und Künstlerin Gudrun Jakubeit den Kurs zwischen den Werken Mollenhauers. Ein einstündiger Rundgang, verbunden mit einer künstlerischen Analyse der Bilder, ließ die Teilnehmer tief in die Künstlerbiographie Mollenhauers und seinen emotionalen Welten einsteigen. Gespannt lauschten die Teilnehmer den Ausführungen über Bildaufbau, Motivwahl und den Gesetzen der Farbenlehre. Gerade die Farbwahl des Expressionisten Mollenhauers ermöglichte einen Blick in die Tiefen der Künstlerseele. Heimweh, Verlust der Heimat verbunden mit dem Verlust vieler Künstlerfreunde aus den Zeiten der Künstlerkolonie Nidden und des eigenen frühen Werkes aber auch viele schöne Erinnerungen dominierten die Bildinhalte und wurden meisterlich von Mollenhauer über die Wahl und Setzung der Farbe ausgedrückt.
Berührt und erfüllt gingen dann die Teilnehmer an das eigene Werk.

Sonne

Sonne

Zwei Tage lang bot der Ort Nidden, auf  der Kurischen Nehrung, die Bildthemen. Ob nun die Hohe Düne der ostpreußischen Sahara zu gewagten experimentellen Bildformaten und Techniken führte, oder die typischen Kurenkähne das Motiv lieferten, wurde von der Kursleiterin sehr individuell aufgegriffen. Jeder Einzelne wurde „maltechnisch an die Hand genommen“ und während des Kurses ermutigt eingefahrene Malwasser zu verlassen und über die eigenen Grenzen zu springen. So entstanden im Laufe des Kurses zahlreiche ausdrucksstarke Bilder, aus denen die Malfreude der Teilnehmer, symbolisch durch die gelbe Leuchtkraft der Nehrungssonne dargestellt, den Raum erfüllte.

Sonnenwerke

Sonnenwerke

Ein kreatives Knistern lag in der Luft, einige Teilnehmer sind gedanklich auf Reisen gegangen. Aus allen Bildern konnte man am Ende bei der großen Bildbesprechung eine Art Fernweh oder unbestimmte Sehnsucht spüren.
Farbe geht direkt beim Betrachten der Bilder, ohne intellektuelle Filterung, ins Herz. Dies war sicherlich die wichtigste Botschaft Mollenhauers, die er diesem gelungenen Workshop  mitgeben konnte.
Die Künstlerin Gudrun Jakubeit freut sich auf eine Fortsetzung des Malkurses, verbunden mit einer Malreisen nach Nidden, in Zukunft direkt vor dem Motiv.

Gudrun Jakubeit, 2011

Malen ist Meditation

Malen ist Meditation

Lesung mit Antje Vollmer: “Doppelleben”

29. Juli 2011

Antje Vollmer im Glockenhaus zu Lüneburg

Am 15.06.2011 hat Antje Vollmer im Glockenhaus in Lüneburg aus ihrem Buch “Doppelleben. Heinrich und Gottliebe von Lehndorff im Widerstand gegen Hitler und von Ribbentrop” vorgelesen. Das Kulturreferat für Ostpreußen hat die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Literarischen Gesellschaft Lüneburg und dem Literaturbüro Lüneburg geplant und umgesetzt.

Der Abend war hervorragend besucht. Nicht nur das spannende Thema, das Attentat vom 20. Juli 1944 und die daraus resultierenden persönlich-privaten Implikationen des Ehepaars Lehndorff, garantierte das Besucherinteresse, sondern auch die Frage, wie Antje Vollmer wohl zu dem Thema ihres Buches gelangt war.

Frau Dr. Vollmer, die unter anderem viele Jahre als Bundestagsabgeordnete für “Bündnis 90/Die Grünen” und als Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages tätig war, hat in ihrem Buch neues und unveröffentlichtes Material über die Familie von Lehndorff – ein altes ostpreußisches Adelsgeschlecht – zusammengetragen. Sie legte bei ihrer Lesung ein besonderes Augenmerk auf die NS-Zeit und die Opposition gegen Hitler und deren Auswirkungen auf die Familie von Lehndorff. Heinrich Graf von Lehndorff gehörte zum engsten Kreis der Verschwörer des 20. Juli 1944. Nach dem misslungenen Attentat auf Hitler wurde er bekanntlich verhaftet und hingerichtet. Frau Vollmer las nicht nur von den dramatischen Momenten der Tage und Stunden rund um den 20. Juli bzw. den schrecklichen Konsequenzen, welche die Familie und besonders Heinrich Graf von Lehndorff traf; sie berührte ihr Publikum auch mit ihrer einfühlsamen Beschreibung der diffizilen Aufgabe, in aller Heimlichkeit direkt unter den Augen des NS-Apparats das Attentat vorzubereiten- in vollem Bewusstsein des Risikos, das diese Pläne für die junge Familie mit sich brachten.

Antje Vollmer

Nur wenige Kilometer entfernt vom Ort des Anschlags auf Hitler, der “Wolfsschanze”, lebten die Lehndorffs in ihren Stammsitz auf Steinort, ein einst herausragendes Schloss in Ostpreußen, das zwar den Krieg überstand, sich heute allerdings in traurigem Zustand befindet. In Steinort verkehrten und planten die Widerständler unter einem Dach mit zahlreichen NS-Größen, da Außenminister von Ribbentrop sich und seinen Stab in einem Flügel des Schlosses einquartiert hatte – die Belastungen, Ängste und Sorgen der Verschwörer müssen nahezu erdrückend gewesen sein.

Hans Eckhardt Wenzel begleitete die Lesung musikalisch mit Gesang, Gitarre, Klavier und Akkordeon – eine äußerst gelunge Bereicherung, da seine Lieder, seine Interpretation hervorragend mit dem Drama von 1944, dem Hoffen, den Ängsten und der Trauer, korrespondierten.  Die Premiere seines Gedichtes “Die letzten Briefe – für Heinrich und Gottliebe von Lehndorff”, das der Künstler vertont hatte, war ein besonderer Höhepunkt.

Im Anschluss gab es die Gelegenheit, sich das Buch signieren zu lassen und im Gespräch mit Frau Vollmer und Herrn Wenzel noch mehr über die Familie Lehndorff zu erfahren. Es folgte eine lebhafte Fragerunde mit der gut gelaunten Autorin.  Das Interesse von Frau Vollmer an den Lehndorffs erwachte über ihre Freundschaft mit der bekannten Künstlerin “Veruschka”, einer Tochter von Heinrich und Gottliebe. Frau Vollmer, die selbst über keine ostpreußischen Wurzeln verfügte, hat seither das Land mehrfach bereist und zeigte sich von Land und Leuten beeindruckt. Zugleich zollte sie den Attentätern des 20. Juli ausdrücklich Respekt.

Andrang nach der Lesung

Kurz: Ein rundum gelungener Abend, der eine facettenreiche und künstlerich hervorragend umgesetzte Annäherung an ein menschlich bewegendes und historisch bedeutsames Drama erlaubte. Das Ostpreußische Landesmuseum bedankt sich bei Frau Dr. Antje Vollmer, bei ihrem musikalischen Kompagnon Wenzel, der literarischen Gesellschaft und dem Literaturbüro Lüneburg sowie bei der Hansestadt selbst für die Nutzung des atmosphärisch so dichten Glockenhauses.

Antje Vollmer und Museumsdirektor Joachim Mähnert

Antje Vollmer und Museumsdirektor Joachim Mähnert

Wenzel mit der Kulturreferentin Agata Kern

Wenzel mit der Kulturreferentin Agata Kern

Lesung mit Wolf von Lojewski

25. April 2011

Wolf von Lojewski

Am 22. März 2011 erlebte das Ostpreußische Landesmuseum wieder mal einen wahren Besucheransturm. Zu Gast an diesem Tag war der prominente Fernsehjournalist  Wolf von Lojewski. Der frühere Moderator der Tagesthemen und Chef des heute journals las aus seinem Buch „Meine Heimat, deine Heimat. Begegnungen in Ostpreußen“.

Wolf von Lojewski schreibt: „Denke ich an Ostpreußen, so tauchen Weite, Stille und Einsamkeit in meiner Erinnerung auf. Heiße Sommer und kalte Winter. Und um es aus den Erzählungen meiner Eltern und Verwandten zusammenzufassen: Dort war eigentlich alles schöner als irgendwo sonst auf der Welt!“

Wolf von Lojewski vor dem bekannten Elchdiorama des Museums

Besonders eindrucksvoll für die Besucher waren von Lojewskis Schilderungen über die Flucht im Winter 1944/45: „Und aus dieser Flut von ostpreußischen Erinnerungen wurde mir klar, dass ich in jenem Winter 1944/45 am Rande des Abgrunds entlanggewandert bin. So viele sind hineingestürzt, und ihr Leid hätte auch mein Schicksal werden können…“

Der berühmte Journalist führte die Besucher auf unterhaltsame und informative Weise nicht nur in die Geschichte Ostpreußens ein, sondern nahm sie mit auf eine spannende Reise durch die Gegenwart, z. B. nach Nakomiady/Eichmedien, wo ein polnischer Computerspezialist ein Schloss vor dem Verfall rettete und Freundschaft mit den früheren Besitzern, Familie von Redecker, knüpfte.

Hier können Sie ein Interview mit Wolf von Lojewski hören, das er kurz vor seiner Lesung dem Lüneburger Radio ZuSa gegeben hat. Das Gespräch führte Robin Williamson. Alle Rechte liegen bei Radio Zusa und Robin Williamson.

lojewskiinterview_2011_radio_zusa

Agata Kern, Kulturreferentin

Besuch von Staatsminister Bernd Neumann im Museum

29. März 2011

Das Ostpreußische Landesmuseum wird zu einem wesentlichen Teil durch die institutionelle Zuwendung vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Herrn Staatsminister Bernd Neumann, finanziert. Einer Einladung des hiesigen Bundestagsabgeordneten, Herrn Eckard Pols folgend, besuchte der Minister am 7. März “sein” Museum in Lüneburg. Allseits gut gelaunt kam es bei strahlendem Sonnenschein zu einem anregenden Austausch mit Vertretern der Ostpreußischen Kulturstiftung, Trägerin des Museums, gefolgt von einem Rundgang durch die ständige Ausstellung sowie zu den umliegenden Liegenschaften, auf denen sich das Museum mit Unterstützung unter anderem des BKM erweitern soll.

Der Minister zeigte sich interessiert und wohlinformiert. Im westpreußischen Elbing geboren sind ihm die Regionen Ost- und Westpreußen natürlich vertraut, Flucht, Vertreibung und Wiederanfang im Westen eine persönlich durchlittene Erfahrung. Zudem verfügt das Ostpreußische Landesmuseum durchaus über eine Reihe von Elbinger Exponaten, die den Minister naturgemäß besonders ansprachen.

Staatsminister Neumann vor Fluchtinszenierung

Staatsminister Neumann vor der Inszenierung einer Flucht über das vereiste Haff mit Eckhard Pols Mdb, Direktor Dr. Joachim Mähnert und Bürgermeister Dr. Gerhard Scharf.

Der Minister zeigte sich beeindruckt von den Potentialen, die dem Museum durch die Investitionen in benachbarte Liegenschaften durch den ehemaligen Trägerverein “Ostpreußisches Jagd- und Landesmuseum e.V.” sowie der “Deutschbaltischen Kulturstiftung” langfristig zur Verfügung stehen und versprach, die seit Jahren vorgesehene Erweiterung von Seiten des BKM mit 2.6 Millionen Euro zu unterstützen. Die Vertreter des Museums dankten dem Minister für seinen Besuch und natürlich besonders für die zugesichterte Unterstützung.

Staatsminister Neumann vor einem Modell der Marienburg

Staatsminister Neumann vor einem Modell der Marienburg mit Vertretern der Ostpreußischen Kulturstiftung

Nach fast zwei Stunden brach der Minister zum anschließenden Besuch des ebenfalls von ihm geförderten “Instituts für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa” auf. Am Abend sprach der Minister vor Kulturschaffenden der Region. Auch hierbei hob er die wichtige und zukunftsweisende Arbeit des Ostpreußischen Landesmuseum hervor.

Das Museum fühlt sich sich in seiner Arbeit bestätigt und dankt dem Minister für die klaren Worte.

„Die Mücke im Bernstein“ – Kindergartenkinder im Ostpreußischen Landesmuseum

29. März 2011

BVMP-Projekt „Museen und Kindergärten“ 2010

von Silke Straatman und Mila Ruempler-Wenk

Das Ostpreußische Landesmuseum hat sich an einem großen Pilotprojekt des Bundesverbands Museumspädagogik (BVMP) zur frühkindlichen kulturellen Bildung im Museum beteiligt. Ziel war es, neue Methoden zu entwickeln, zu testen und dann zu veröffentlichen, so dass andere Museumspädagogen/-innen, Erzieher/-innen und alle Interessierten diese nachlesen und für ihre Arbeit benutzen können.

Die Veröffentlichung dieser Methoden und weiterer Infos zum Projekt, den beteiligten Museen und zur frühkindlichen kulturellen Bildung im Museum wurden im Internet veröffentlich unter: www.museen-und-kindergaerten.de

Das BVMP-Projekt „Museen und Kindergärten“ 2010

An dem BVMP-Projekt „Museen und Kindergärten“ beteiligten sich insgesamt sieben Museen aus ganz Deutschland mit jeweils eigenen museumspädagogischen Aktionen. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, so dass die Museen den Kindergärten während der Projektlaufzeit ein kostenfreies Angebot bieten konnten.

Die Museumspädagogische Abteilung des Ostpreußischen Landesmuseums konzipierte für das BVMP-Projekt „Museen und Kindergärten“ die Aktion „Die Mücke im Bernstein“, an dem 255 Kinder aus Kindergärten der Stadt und des Landkreises Lüneburg teilnahmen.

Für das Ostpreußische Landesmuseum war es nicht das erste Mal, dass Kindergartengruppen kamen, seit vielen Jahren werden Aktionen für Kindergartenkinder angeboten. Begehrt ist z. B. das Thema „Die kleinen Ritter und ihre Burgfräuleins“. Für das BVMP-Projekt entwickelten die Museumspädagoginnen Silke Straatman und Mila Ruempler-Wenk allerdings ein neues Konzept, bei dem Experimentieren und forschendes Lernen im Vordergrund stehen sollten. So wurde ein für Kinder im Kindergartenalter eher außergewöhnliches, aber spannendes naturwissenschaftliches Thema zum „Baltischen Bernstein“ erfahrbar gemacht.

Bernstein mikroskopieren

Unter dem Stereomikroskop: An Experimentier-Stationen können eigene Erfahrungen zum Aussehen, zur Beschaffenheit und zu den Eigenschaften des Materials gesammelt werden.

„Die Mücke im Bernstein“

Was ist ein Museum? Was ist Bernstein und wie entsteht er? Wie kommen Insekten in den Bernstein? Diese und viele weitere Fragen galt es zu erforschen. Die 90-minütige Museums-Aktion wurde handlungsorientiert und abwechslungsreich gestaltet. Die Kinder hörten beispielsweise anregende Geschichten „Aus dem Bernsteinwald“, unternahmen einen Erkundungsgang durch die Ausstellung, konnten mit bereitgestellten Materialien experimentieren und eigene Erfahrungen sammeln z. B. beim Stereomikroskopieren von Bernstein und anderen Materialien, beim Testen der Schwimmtauglichkeit von Bernstein in Süß- und Salzwasser und beim Bearbeiten des Bernsteins mit Schleifpapier.

Bernstein wiegen

Was ist das denn? Wie fühlt sich das an? Objekte können angefasst und erkundet werden. Der Junge prüft gerade den Gewichtsunterschied von einem Stein und einem Bernstein.

Die Resonanz

Die Resonanz der Kindergärten der Stadt und des Landkreises Lüneburg war sehr positiv. Es kamen von Oktober bis November 2010 insgesamt 20 Gruppen mit insgesamt 255 Kindern im Alter von 3-6 Jahren und 41 begleitende Erzieherinnen ins Museum und nahmen an der Aktion „Die Mücke im Bernstein“ teil. Gerne wären auch mehr Gruppen gekommen, doch leider war das Angebot aufgrund der relativ kurzen Projektlaufzeit begrenzt.

Schwimmt Bernstein?

Hier wird die Schwimmtauglichkeit von Bernstein und anderen Materialien in einer gesättigten Salzwasserlösung getestet.

Beitrag zur Museumspädagogik

Das BVMP-Projekt war insgesamt ein großer Erfolg, sowohl für die beteiligten Museen als auch für die Kindergartenkinder, die an einem besonderen Angebot teilnehmen konnten. Darüber hinaus ist ein solches Projekt auch für die Weiterentwicklung der Museumspädagogik von großer Bedeutung, denn es gibt kaum gesicherte Erkenntnisse für die kulturelle Bildungsarbeit mit Kindergartenkindern im Museum. Dazu war das BVMP-Projekt „Museen und Kindergärten“ ein erster Schritt und das Ostpreußische Landesmuseum ist dankbar und auch stolz, dass es sich daran beteiligen durfte.

Ein herzlicher Dank geht an die Kindergärten und alle großen und kleinen Besucher und Besucherinnen, die durch ihre rege Teilnahme einen großen Anteil an dieser Forschungsarbeit hatten.

Bernstein riechen

Wie riecht der Bernsteinwald? Eine Geruchsprobe an einem Gläschen mit Bernstein-Öl.

Perspektiven für die Zukunft

Auch wenn das Projekt mittlerweile ausgelaufen ist, so haben wir weitere Kindergartenaktionen in unserem regulären Programm und sind stets offen für den Austausch mit den Kindergärten. Die Arbeit an dem Projekt hat uns gezeigt, dass Informationsfluss und Kommunikation mit den Erzieherinnen sehr wichtig ist, um auf die Kinder, ihre altersgemäßen Lernbedürfnisse und Interessen angemessen eingehen zu können. Für die Zukunft wünschen wir uns noch mehr kleine Besucher und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit den pädagogischen Einrichtungen.

Mehr über das BVMP-Projekt, die Teilprojekte der beteiligten Museen sowie die Methodenkarten sind auf der offiziellen Internetseite zu finden: www.museen-und-kindergaerten.de

Informationen zum ständigen Angebot des Ostpreußischen Landesmuseums für Kindergartenkinder sehen Sie auf unserer Internetseite unter der Rubrik: Kinder.

Bernsteinschleifen

Bernstein wird mit Holzschleifpapier bearbeitet, wobei das weiße Bernsteinpulver einen unverkennbaren Duft verbreitet. Der selbst bearbeite Bernstein durfte natürlich mit nach Hause genommen werden.

Schulpraktikum im Ostpreußischen Landesmuseum

25. Februar 2011
In der Museumsbibliothek

In der Museumsbibliothek

Ich heiße Mareike Arnold und gehe in die zehnte Klasse des Herzog-Ernst-Gymnasiums in Uelzen.
Für – viel zu schnell vergangene – zwei Wochen durfte ich während meines Schulpraktikums in die Welt des Ostpreußischen Landesmuseums und der dortigen Mitarbeiter blicken.

Wie sieht es „hinter den Kulissen“ eines Museums aus? Diese und weitere Fragen wurden mir in diesen vierzehn Tagen ganz einfach beantwortet, denn ich konnte in die verschiedenen Abteilungen sehen und aktiv die dortigen Berufe und Tätigkeiten miterleben.

Meine Arbeit war vielseitig und individuell auf mich zugeschnitten. Sie hat mir viel Freude bereitet. Einige Museumsstücke wurden mir zu ganz persönlichen Schätzen. Zum Beispiel die Objekte aus Bernstein! Ich habe mich intensiv mit dem Thema Bernstein auseinander gesetzt, und so wurden einige der ausgestellten Stücke regelrecht zu meinen Lieblingen. Plötzlich waren sie nicht mehr nur wertvolle Kunstgegenstände, sondern sie erzählten mir Geschichten aus längst vergangenen Zeiten.

Ein Museum ist eine eigene Welt und mir ist diese sehr ans Herz gewachsen. Für jeden, der wirkliches Interesse und Motivation mitbringt, lohnt sich hier ein Praktikum!
Jedenfalls steht für mich fest, dass ich wiederkommen werde und ehrenamtlich helfen möchte.
Einen ganz herzlichen Dank an alle Mitarbeiter und meinen Praktikumsbetreuer Dr. Barfod, für diese unvergessliche Zeit!