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Von Bernsteinkunst bis Scherenschnitt – Vielfältiges Kunsthandwerk auf dem Museumsmarkt 2016

Mittwoch, 16. November 2016

von Christina Ramsch, Praktikantin in der Abteilung Bildung und Vermittlung

Auf dem folgenden Film können Sie sich einen Eindruck vom Museumsmarkt machen:

https://youtu.be/MOShlKMXR5o

„Tradition trifft Modernes“ – unter diesem Motto fand, traditionell am ersten Wochenende im November, vom 4. bis 6. November 2016, der Museumsmarkt im Ostpreußischen Landesmuseum statt. Im fertiggestellten Neubau des Museums präsentierten in dieser Zeit 31 Aussteller ihr vielfältiges Kunsthandwerk den insgesamt etwa 1800 Besuchern. Feierlich eröffnet wurde der Markt am Freitagabend durch Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Bei musikalischer Untermalung durch Jazzpianist Bernd Homann konnten die Besucher ihre Aufmerksamkeit anschließend den unterschiedlichen Ständen widmen, die mit Objekten von Keramik und Schmuck über Textilien bis hin zu kulinarischen Köstlichkeiten eine große Bandbreite zeigten.

Museumsdirektor Dr. Joachim Mähnert begrüßt Oberbürgermeister Ulrich Mädge, der den Museumsmarkt eröffnet

Jazzpianist Bernd Homann begleitet den Eröffnungsabend musikalisch

An den Folgetagen konnte, wer sich etwas Zeit nahm, außerdem Spinnerinnen bei der Arbeit beobachten, Zeuge werden, wie ein Schmuckstück aus Bernstein entsteht oder sogar eine Künstlerskizze von sich selbst anfertigen lassen.

Künstlerin Elena Steinke präsentiert einem Besucher sein Portrait

Besucher können dem Bernsteinkünstler bei der Arbeit über die Schulter schauen

Währenddessen versuchten die Kinder sich selbst im Kerzen drehen oder ließen beim Bemalen kleiner Elchanhänger aus Holz ihrer Kreativität freien Lauf.

Elch-Malspaß am Kindertisch

Kinderprogramm mit Christina Ramsch

Erfolgreich war das Wochenende auch für den Kinderclub des Museums. Viele Besucher versuchten am Samstag und Sonntag bei der „Elch-Tombola“ zugunsten des Kinderclubs ihr Glück. So konnte manch Einer am Ende des Tages ein schönes, nützliches oder leckeres Andenken vom Markt mit nach Hause nehmen.
Alles in allem kann das Museum und die Organisatorin des Marktes Silke Straatman somit einen gelungenen Museumsmarkt verzeichnen, der auch bei mir die Vorfreude auf das nächste Jahr geweckt hat.

Königsberger Marzipan mit Trakehner Wappen

Kunsthandwerker im neuen Sonderausstellungsraum des Museums

Für mich als Praktikantin in der Abteilung Bildung und Vermittlung des Museums war es äußerst spannend, die Organisation einer solchen Großveranstaltung, die sich sehr stark vom „normalen“ Museumsalltag abhebt, aus der Nähe mitzuerleben. Es hat mir großen Spaß bereitet, in den vergangenen Wochen „hinter die Kulissen“ zu schauen, dabei die Zusammenhänge der Planung und Koordination des Marktes etwas besser verstanden und selbst einen kleinen Beitrag zu seiner Umsetzung geleistet zu haben. Damit waren die letzten Wochen der Vorbereitung sowie die Tage des Museumsmarktes selbst für mich eine Zeit, aus der ich sicherlich einige wertvolle Erfahrungen mit in die Zukunft nehmen werde.

Kant-Stadt Lüneburg

Mittwoch, 11. Mai 2016

“Kant-Stadt Lüneburg” – so könnte sich die hübsche mittelalterliche Hansestadt künftig auch nennen. Denn besiegelt ist: Die weltweit umfänglichste Sammlung zu Immanuel Kant (1724-1804) und bedeutende Werke von Käthe Kollwitz (1867-1945) kommen nach Lüneburg. Am 7.4. wurde der Übernahmevertrag in einem feierlichen Festakt zwischen beiden Trägern – der Ostpreußischen Kulturstiftung und der Stiftung Königsberg im Stifterverband für die deutsche Wissenschaft – unterzeichnet.

Das Ostpreußische Landesmuseum übernimmt damit den wesentlichen Teil der Exponate des Anfang 2016 geschlossenen Museums „Stadt Königsberg“ aus Duisburg. Aus wissenschaftlicher Perspektive eine ideale Gelegenheit, Ostpreußen als Erinnerungsort für ganz Deutschland darzustellen und seine Bedeutung überzeugend gegenüber der Öffentlichkeit zu vermitteln.
Mit den in fast 50 Jahren gewachsenen Königsberger Sammlungen erhält das Ostpreußische Landesmuseum nach Einschätzung von Fachexperten und der Bundesregierung hochwertiges Kulturgut. Damit wird Lüneburg in den nächsten Jahren zur wichtigsten Stadt in Deutschland für die Präsentation des Königsberger Philosophen Immanuel Kant, dessen 300. Geburtstag im Jahre 2024 bevorsteht. Museumsdirektor Dr. Joachim Mähnert ist begeistert, denn die Exponate aus Duisburg schließen wichtige Lücken in den Beständen seines Hauses. Auch Oberbürgermeister Ulrich Mädge zeigte sich höchst erfreut über den historisch bedeutsamen Zuwachs in seiner Hansestadt.