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Kunst erfassen mit den Sinnen – Besuch der Hamburger Kunsthalle am 8. November 2016

Dienstag, 20. Dezember 2016

Ein Bericht von Jutta Pruchner
Im Rahmen des Kunstunterrichts besuchten die Klasse 2 und die IVK (Internationale Vorbereitungsklasse) der Schule Cranz
in Kooperation mit dem Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg, vertreten durch Frau Kern, die Kunsthalle Hamburg.
Die IVK  gibt es seit dem April 2016 an unserer Schule. Siebzehn Kinder im Alter von sechs bis acht Jahren, die sowohl aus Flüchtlingsgebieten (Syrien, Iran, Afghanistan) kommen als auch Kinder, die ohne Deutschkenntnisse neu in Deutschland sind (Rumänien, Polen Ukraine), lernen ein Jahr die deutsche Sprache, erhalten Unterricht im Fach Mathematik,  Sachunterricht und Sport und gehen danach in die jeweilige Regelklasse über.

Dies war bereits der zweite gemeinsame Ausflug mit der zweiten Klasse. Erste Freundschaften bahnen sich an. Gespannt erwarteten alle die unbekannte Reise durch die Hamburger Kunsthalle. Der Vermittler der Kunsthalle Heiko Lietz nahm uns in Empfang und leitete uns durch das Programm „Spürnasen“.

Mit der Gruppe vor dem Bild "Flora" von Lovis Corinth

Vor dem Kunstwerk „Flora“ von Lovis Corinth sprachen die Kinder über ihre Eindrücke und Ideen in Bezug auf Farbgebung, Ausdruck und Körperhaltung der dargestellten Flora. Als Vorbereitung für eine Zeichenübung durften die Kinder dann aus vielen verschiedenen Geruchsproben den Geruch auswählen, der für sie am besten zu der Flora passte. Mit ihren kleinen Geruchsdöschen gingen sie nun an die praktische Arbeit. In Partnerarbeit setzten sie ihren ausgewählten Duft mit Ölkreiden gestalterisch um.

In der Werkstatt der Kunsthalle

Die Kinder waren von ihrer Aufgabe und den Eindrücken während ihres Museumsaufenthaltes begeistert. Der Geruchssinn hatte bei ihnen viele Erinnerungen wachgerufen und das gemeinsame Gestalten weckte Staunen, Schaffensfreude und Sinnhaftigkeit.
Bewegte und farbenfrohe Bilder entstanden, ließen sich anschließend bestaunen und regten zu zahlreichen Sprechanlässen an.

Die gemalten Bilder