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„Käthe-Kollwitz und ihre Zeit“ – Projektreise nach Berlin vom 23. bis 25.10.2017

Freitag, 26. Januar 2018

Bericht von Vanessa Kersten aus der Klasse 9c des Gymnasiums Wilhelm-Raabe-Schule Lüneburg.

Vom 23.10. bis 25.10. sind wir, 17 Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs der Wilhelm-Raabe-Schule Lüneburg, zwei unserer Lehrer sowie die Kulturreferentin des Ostpreußischen Landesmuseums Lüneburg, nach Berlin gefahren, um uns mit dem Leben der Käthe Kollwitz und ihrer Zeit näher zu beschäftigen.

Unsere Gruppe in Berlin

Unsere Gruppe in Berlin

Nachdem wir am Montagmorgen mit der Bahn nach Berlin gefahren sind, haben wir die Zeit vor dem eigentlichen Projektbeginn genutzt, um den geschichtsträchtigen Bereich zwischen Berliner Hauptbahnhof und Potsdamer Platz zu erkunden. Am Nachmittag nahmen wir an einer Käthe-Kollwitz-Stadtteilführung in Prenzlauer Berg teil, bei der wir eine Menge über ihre Lebensumstände und die der einfachen Menschen ihrer Zeit erfahren haben. Am Abend hielten wir unsere Eindrücke in Skizzenheften fest.
Am Dienstagmorgen sind wir zum Deutschen Historischen Museum gefahren, um dort an einem Workshop zum Thema Kaiserreich teilzunehmen. Am Nachmittag fand dann der zweite Teil der Stadtführung in Mitte statt, wo wir von der Neuen Wache bis zum Max-Liebermann-Haus am Pariser Platz geführt wurden und u.a. sogar in die Akademie der Künste kamen. Abends widmeten wir uns wieder unseren Skizzenheften.

Im Käthe-Kollwitz-Museum in Berlin

Im Käthe-Kollwitz-Museum in Berlin

Am Mittwoch haben wir unseren Vormittag im Käthe-Kollwitz-Museum verbracht. Dort nahmen wir nach einer eindrucksvollen Führung erneut an einem Workshop teil und entwarfen unsere eigenen Plakate mit Appell-Charakter zu aktuellen Problemen. Am Nachmittag hatten wir dann noch ein wenig Freizeit in der Hauptstadt. Am Abend fuhren wir dann wieder mit der Bahn zurück nach Lüneburg. Während dieser drei intensiven Tage haben wir alle sehr viel gelernt und gemeinsam eine schöne Zeit in Berlin verbracht.

Ostpreußisches Landesmuseum in Berlin als Experte gefragt

Dienstag, 6. November 2012

Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag hatte zu einem Kongress nach Berlin in den Reichstag geladen: „Aussöhnung als Aufgabe – Deutschlands Arbeit an den Kriegsfolgen seit 1945“ am 15.10.2012

Die Einladung der ganztägigen Veranstaltung versprach einen hohen Anspruch: „Die nationale Verantwortung, welche die Bundesrepublik Deutschland nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges zu übernehmen hatte, umfasste stets zwei Aspekte. Es ging zum einen um die Versöhnung und Wiedergutmachung gegenüber den Opfern der nationalsozialistischen Expansions- und Vernichtungspolitik.
Zum anderen musste die damals noch junge Bundesrepublik Solidarität und Lastenausgleich in der eigenen Bevölkerung schaffen. Die Menschen in Deutschland waren von den Kriegsfolgen unterschiedlich hart betroffen. In Mittel- und Südosteuropa hatten die Deutschen meist ein besonders schweres Kriegsfolgenschicksal zu tragen: Flucht und Vertreibung, Enteignung, Deportation, Zwangsarbeit oder jahrzehntelange Unterdrückung ihrer nationalen Identität.“

Geladen hatten Klaus Brähmig MdB, Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Fraktion sowie der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder MdB, die beide den Kongress vor etwa 300 Zuhörern eröffneten.

Die Eröffnung durch Klaus Brähmig MdB

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Christoph Bergner, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, hielt den Eröffnungsvortrag. Es folge ein spannendes, von Andreas Stopp (Deutschlandfunk) moderiertes Panel „Junge Deutsche und der Osten – die Enkelgeneration sucht neue Wege zur Geschichte“, bei der Norbert Rasch von der Deutschen Minderheit aus Schlesien, der Regisseur Rick Ostermann (Wolfskinder), die Autorin Merle Hilbk und das BdV-Präsidiumsmitglied Stephan Mayer MdB miteinander diskutiert.

Die Diskussion um das Konzept der neuen Stiftung

Im Anschluss ging es um die neue Konzeption der geplanten Dauerausstellung der Stiftung Flucht, Vertreibung und Versöhnung. Moderiert vom FAZ-Redakteur Dr. Reinhard Müller debattierten die Osteuropahistoriker Prof. Dr. Norbert Conrads (Universität Stuttgart), Prof. Dr. Norman Naimark (Univeristät Stanford), Prof. Dr. Karl Schlögel (Viadrina Universität Frankfurt/Oder) sowie Prof. Dr. Stefan Troebst (Universität Leipzig) mit dem Stiftungsdirektor Prof. Dr. Manfred Kittel. OL-Museumsdirektor Dr. Joachim Mähnert vertrat die museale Praxis und ein Haus, das sich seit vielen Jahren eben auch mit der musealisierten Darstellung von Flucht und Vertreibung beschäftigt. Immerhin hatte die CDU/CSU-Fraktion die bekannte Fluchtinszenierung des OL als Motiv der Veranstaltung gewählt.

Dr. Joachim Mähnert und Prof. Dr. Norbert Conrads

Staatsminister Bernd Neumann, in dessen Zuständigkeit sowohl die neue Stiftung „Flucht, Vertreibung und Versöhnung“ wie auch das Ostpreußische Landesmuseum und überhaupt alle Landesmuseen mit ehemals ostdeutschem Bezug fallen, betonte in seiner anschließenden Rede den Wert und die Bedeutung des Kulturerbes der Deutschen im östlichen Europa.

Prof. Dr. Hellmuth Karasek las aus „Auf der Flucht. Erinnerungen“ und nahm dann Teil an der Diskussion über die „Suche nach der verlorenen Geschichte – Aussöhnung der Deutschen mit ihrer Vergangenheit“, kongenial moderiert von Prof. Dr. Michael Stürmer. Neben der BdV-Vorsitzenden Erika Steinbach war der Psychoanalytiker Prof. Dr. Michael Ermann sowie PD Dr. Magnus Brechtken als stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte auf dem Podium.
Höhepunkt der Veranstaltung war eine Grundsatzrede der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Ihre Rede ist hier nachzulesen. Johannes Singhammer, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, beschloss die rundum gelungene Veranstaltung.

Grundsatzrede der Bundeskanzlerin

Der Kongress ist vollständig nachzuerleben im Internet auf Youtube. Mehr Angaben über das Programm und die Referenten finden sich auf den Seiten der Fraktion.