Der Elch ist los!

Eindrücke vom Hansetag aus Sicht des OL

Während des 32. Internationalen Hansetages der Neuzeit in Lüneburg war das Ostpreußische Landesmuseum mittendrin und sorgte für echte Hingucker -hätte es einen Preis für den schönsten Stand gegeben, wäre die „Museumskogge“ des OL auf jeden Fall vorn im Rennen gewesen.

Die "Museumskogge" - der Stand des Ostpreußischen Landesmuseums beim 32. Hansetag der Neuzeit in Lüneburg

Doch nicht nur die Kogge überzeugte, sondern auch der Inhalt und das Geschehen Drumherum. Der sogenannte „Reise“-Elch war ein beliebtes Fotomotiv und lud zum benachbarten Bernstein-Schleifen ein.

Der Elch, das heimliche Wappentier Ostpreußens

Ein Angebot, dem nur wenige widerstehen konnten. Wann sonst hat man selbst die Möglichkeit einen Bernstein zu schleifen? Ganze Familien lauschten den Erklärungen der Museumspädagogen in ihren altertümlichen Gewändern zur Kunst des Bernsteinschleifens, um sich dann selbst daran zu versuchen.

Ein Junge aus Litauen schleift seinen Bernstein

Die Stimmung an Bord unserer Kogge war genauso großartig und die der andockenden Besucher ebenso. Zahlreiche Besucher haben im wahrsten Sinne des Wortes mit dem OL und seinen vielfältigen Ausstellungen, Kulturveranstaltung und Kinder- und Jugendangeboten Neuland entdeckt. Wir haben neugierig gemacht und das freut uns natürlich ungemein. Viele Gäste am Stand bekannten sich aber auch als alte Ostpreußen oder als deren Nachkommen. Ein kleines Gespräch ergab sich meist von selbst und man merkte schnell, dass man mit Ostpreußen sehr wohl Brücken bauen kann. Denn selbst diejenigen Besucher, die keine familiären Wurzeln haben, kannten die Region aus dem Urlaub oder aus Reiseprospekten. Nach denen wurde im Übrigen auch verlangt. An dieser Stelle sei (und wurde) auf unser Kulturreferat, welches regelmäßig Studien- und Kulturreisen nach Ostpreußen anbietet, verwiesen.

Der Elchkopf - beliebtes Foto und Streichelobjekt

Neben dem ostpreußischen Elchkopf hatte auch unsere Kogge einen steten Hingucker. Anziehungspunkt war der ausgelegte Bernsteinschmuck, der vor allem von Frauen jeden Alters bewundert wurde, während das männliche Pendant sich eher den ostpreußischen Schnapsspezialitäten zuwandte. Andere Hansebesucher hatten ganz konkrete Fragen zum Thema Bernstein, die von Herkunft bis Zeckenschutz für Tiere reichten. Letztere Frage konnte zwar nicht wissenschaftlich korrekt beantwortet werden, aber wer weiß, vielleicht gibt’s in unserem Museumsshop auch bald Bernseinhalsketten für Hund und Katz. Hübsch sind sie ja allemal.

Bernsteinschleifen bedeutet Geduld. Nicht nur junge Gäste übten sich darin und nahmen ein einzigartiges Andenken mit nach Hause.

Letztlich hat das Ostpreußische Landesmuseum aber mehr zu bieten als allein Schnaps und Bernsteinschmuck. Über drei Tage hinweg haben unsere Mitarbeiter und Ehrenamtlichen über das Museum und ihre Arbeit informiert und auf unsere Ausstellungen und Veranstaltungen aufmerksam gemacht. Dabei stand unsere aktuelle Hanse-Ausstellung „Vertraue Ferne“ ganz oben auf der Liste und konnte während des Hansetages besonders viele Besucher verbuchen.

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